Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge

Sehr geehrte Leser und Unterstützer, liebe Freunde und Mitstreiter,

2018 ist die Stiftung LebensBlicke 20 Jahre alt geworden. Wir haben gemeinsam viel erreicht. Mit der Einführung des i-FOBT haben sich die Chancen für eine Verbesserung der Darmkrebsprävention deutlich erhöht. Das Krebsfrüherkennungsregistergesetz (KFRG) wird im Juli in Kraft treten. Damit erfolgt ein Paradigmenwechsel weg vom opportunistischen Darmkrebsscreening hin zu einem persönlichen Einladungsverfahren. Das Besondere: Männer haben bereits mit 50 Jahren ein Anrecht auf eine Vorsorge-Darmspiegelung. Auch das KFRG löst die Probleme der öffentlichen Wahrnehmung nicht. Von daher wird die Stiftung LebensBlicke auch weiterhin das Ziel verfolgen, über Flyer, Veranstaltungen, Videoclips und über die mediale Öffentlichkeit Chancen und Risiken der Darmkrebsfrüherkennung anzusprechen, zur Teilnahme am Screening zu motivieren und über Kontroversen im Umfeld der Darmkrebsprävention zu berichten.

Dear international users
, we appreciate very much your continuous visit of our website. Apparently our news are of great interest and value for you. The Foundation works on an honorary basis and is therefore reliant on donations. What about you?

In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön für Ihr Interesse
Ihr Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke



Kijimea (Reizdarm) und Baktokult (Darmruhe) – was ist dran?

Professor Dr. Peter Layer, Internist und Gastroenterologe, Chefarzt der Medizinischen Klinik und Ärztlicher Direktor am Israelitischen Krankenhaus in Hamburg zu Kijimea und Baktokult: “Bei beiden Präparaten handelt es sich um Probiotika. Kijimea enthält einen speziellen Stamm von Bifidobakterien. Das Präparat wurde in einer verblindeten randomisierten Studie getestet und hat eine signifikante Verbesserung bei Reizdarmpatienten im Vergleich mit Plazebo ergeben. In meiner persönlichen Erfahrung gibt es tatsächlich eine relevante Untergruppe von Patienten, die darauf sehr gut ansprechen; bei anderen bringt es nichts. Die günstigen Wirkungen dieses Präparats korrespondieren hierbei mit ähnlichen publizierten Effekten von anderen Bifidobakterien-Stämmen. Baktokult ist ein Laktobazillen-Präparat. Laktobazillen wirken nachgewiesenermaßen Weiterlesen

Telefonaktion zum Krebsfrüherkennungsregistergesetz KFRG

Am 25. und 26. Juni bieten der Krebsinformationsdienst des DKFZ Heidelberg (KID) sowie die Stiftung LebensBlicke eine gemeinsame Telefonaktion zum KFRG an, das am 1. Juli in Kraft tritt. Was lange währt, wird endlich gut: die gesetzlich Versicherten ab 50 Jahren werden ab diesem Zeitpunkt erstmals bundesweit von ihren Krankenkassen in regelmäßigen Abständen zur Darmkrebsvorsorge und Früherkennung eingeladen. Näheres in der gemeinsamen Pressemitteilung. Weiterlesen

Methylenblau-Tablette steigert Adenom-Detektionsrate

In einer Placebo-kontrollierten randomisierten Studie haben Repici und Co-Autoren gezeigt, dass die orale Verabreichung einer Methylenblau-Tablette die Detektion von Adenomen deutlich erhöht. Sie konnten einen Anstieg von 8,4% im Vergleich zu Placebo nachweisen. Diese Technik könnte ein weiterer Baustein in der besseren Erkennung neoplastischer Läsionen im Kolon sein. (Gastroenterology 2019;156:2198-2207)

Schauspielerin Marcia Cross: Analkrebs durch HP-Virus

Humane Papillom-Viren sind über Jahrzehnte in der Öffentlichkeit fast ausschließlich mit dem Gebärmutterhalskrebs in Verbindung gebracht worden. Neuere Forschungen haben ergeben, dass HPV auch andere Krebsarten wie Mundhöhlen- und Kehlkopfkrebs, Genital- und Analkrebs hervorrufen kann. Die aus der Fernsehserie “Desperate Housewives” bekannte Schauspielerin Marcia Cross hat nun öffentlich mitgeteilt, dass sie einen HPV-induzierten Analkrebs bekommen hat. Sie ist nie geimpft worden, hat aber gleich entschieden, dass ihre Töchter sofort geimpft werden. “Die HPV-Impfung für Mädchen und Jungen ist eine echte Krebsprävention”, so der Vorstandsvorsitzende der Stiftung LebensBlicke, Professor J. F. Riemann. Foto: M. Werner

Mikrobiom: wichtige Rolle bei der Darmkrebsentstehung

Es ist eine bekannte Tatsache, dass unter anderem die Ernährung bei der Entstehung von Darmkrebs eine wesentliche Rolle spielt. Dies gilt insbesondere für fett- und fleischreiche Mahlzeiten. Forscher des Europäischen Molekularbiologischen Labors (EMBL) in Heidelberg haben in “Nature Medicine” veröffentlicht, dass es einen charakteristischen Mikrobiom-Besatz des Darms bei Patienten mit Darmkrebs gibt. Diese dafür wohl typischen Bakterien könnten für die Entwicklung eines treffsicheren Tests bei Menschen mit hohem Darmkrebsrisiko benutzt werden.

Darmkrebs: in Europa bei jungen Erwachsenen zunehmend

In den Vereinigten Staaten wird schon länger die Zunahme von Darmkrebs-Neuerkrankungen auch bei jungen Erwachsenen beobachtet. Eine der wichtigen Ursachen ist der veränderte Lebensstil mit Fettleibigkeit und Bewegungsarmut. Es erstaunt nicht, dass Ähnliches nun auch in Europa beobachtet wird. In der Altersgruppe der 30- bis 50-jährigen ist in den letzten 25 Jahren eine ähnliche Zunahme zu registrieren. Mit großer Wahrscheinlichkeit spielen auch in Europa analoge Mechanismen eine wesentliche Rolle. (Vuik FER, Nieuwenburg Stav, Bardou M et al. http://dx.doi.org/10.1136/gutjnl-2018-317592)

Darmkrebsvorsorge geht social media mit pfiffigem Videoclip!

Die Stiftung LebensBlicke nutzt in zunehmendem Maße neue Medien und Social Media für die Darmkrebsvorsorge. Ein pfiffiger Videoclip “Verstecken gilt nicht” wird die Angebotspalette zur Motivation bereichern. Die Stiftung hofft, mit dieser Botschaft Menschen dazu bewegen zu können, über Darmkrebsvorsorge zumindest nachzudenken. Produziert wurde der Clip von der Mannheimer Agentur Reinshagen.