Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge

Sehr geehrte Leser und Unterstützer, liebe Freunde und Mitstreiter,

das Krebsfrüherkennungsregistergesetz (KFRG) ist nun seit 1. Juli in Kraft. Damit erfolgt ein Paradigmenwechsel weg vom opportunistischen Darmkrebsscreening hin zu einem persönlichen Einladungsverfahren. Das Besondere: Männer haben bereits mit 50 Jahren ein Anrecht auf eine Vorsorge-Darmspiegelung. Auch das KFRG löst die Probleme der öffentlichen Wahrnehmung nicht. Von daher wird die Stiftung LebensBlicke auch weiterhin das Ziel verfolgen, über Flyer, Veranstaltungen, Videoclips und über die mediale Öffentlichkeit Chancen und Risiken der Darmkrebsfrüherkennung anzusprechen, zur Teilnahme am Screening zu motivieren und über Kontroversen im Umfeld der Darmkrebsprävention zu berichten.

Dear international users
, we appreciate very much your continuous visit of our website. Apparently our news are of great interest and value for you. The Foundation works on an honorary basis and is therefore reliant on donations. What about you?

In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön für Ihr Interesse
Ihr Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke



Neue Fakten zur Risiko-adaptierten Darmkrebs-Vorsorge

Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums DKFZ um Prof. Hermann Brenner haben in einer großangelegten Studie untersucht, ob und wie sich bekannte Risikofaktoren und mögliche Interventionen auf das Langzeit-Darmkrebs-Risiko auswirken. Das wichtigste Ergebnis: Menschen mit mittlerem erhöhten genetischen Risiko haben die Chance, ihr persönliches Risiko zu senken, wenn sie eine Darmspiegelung in Anspruch nehmen und einen gesunden Lebensstil pflegen. In Zahlen: Deren 30-Jahres-Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, beträgt nur 1,9% im Vergleich zu 7,4%, wenn Betroffene sich nicht darum kümmern. Diese Ergebnisse werden die Stiftung LebensBlicke stimulieren, sich gerade im Rahmen des neuen KFRG ganz besonders auch für die risiko-adaptierte Darmkrebs-Früherkennung einzusetzen. [Gastroenterology 2020, DOI: 10.1053/j.gastro.2020.03.016]

Positionspapier der Stiftung zum neuen Darmkrebs-Screening

Seit 2019 ist das neue Darmkrebs-Screening in Kraft, das nach langen und zähen Verhandlungen endlich Realität geworden ist. Im Zentrum steht ein Paradigmenwechsel, vom opportunistischen Screening zu einem bundesweit organisierten Einladungsverfahren durch die Krankenkassen. Um diesen Fortschritt zu besprechen, gleichzeitig aber auch Risiken und Perspektiven zu diskutieren, hatte die Stiftung LebensBlicke am 11. Dezember 2019 zu einem Experten-Workshop nach Mannheim eingeladen. Das daraus nun resultierende Positionspapier der Stiftung LebensBlicke ist Ausdruck der sehr intensiven und regen Diskussion und soll den Entscheidern im Gesundheitswesen Möglichkeiten aufzeigen, wie notwendige Verbesserungen erreicht werden können.

ARD-Vorsitzender Tom Buhrow unterstützt Stiftungsaufruf!

Tom Buhrow, Vorsitzender der ARD, unterstützt den Aufruf der Stiftung LebensBlicke, die Darmkrebsvorsorge nicht zu vergessen: “Die Corona-Pandemie hält uns seit Wochen fest im Griff. Erfreulicherweise kann man langsam erkennen, dass die Corona-Präventionsmaßnahmen zunehmend erfolgreich sind. Sorge macht mir, dass die ebenfalls wichtige Darmkrebsprävention unter die Räder gekommen ist. Ich stimme daher der Stiftung LebensBlicke voll zu, wenn sie eindringlich mahnt, die Darmkrebsvorsorge nicht aus den Augen zu verlieren. Auch sie kann Menschenleben retten! Denken Sie an die Darmkrebsvorsorge!” (Pressemitteilung | Foto: WDR / Herby Sachs )

Darmkrebs-Schutz durch Aspirin: Ist das möglich?

Gute Nachrichten aus der Wissenschaft. Eine großangelegte Auswertung von klinischen Studien hat gezeigt, dass möglicherweise die Einnahme von ASS (Acetylsalicylsäure), besser bekannt unter dem Namen Aspirin®, die Entstehung von Darmkrebs verhindern kann. Vermutet wurde es schon lange, dass ASS das Risiko der Entstehung von Darmkrebs reduziert. Ein italienisches Forscherteam aus Mailand unter der Leitung von Dr. Cristina Bosetti (Annals of Oncology 2020) hat das genauer untersucht. Zu diesem Zweck wertete die Gruppe insgesamt 45 wissenschaftliche Studien aus, in denen verschiedene ASS-Dosen verabreicht wurden. Diese Studien waren in den letzten Jahren international veröffentlichte Fall-Kontroll- und Kohortenstudien. Ziel der Auswertung Weiterlesen

Stiftung LebensBlicke hakt bei Kanzlerin und Minister nach

Die Stiftung LebensBlicke hat gemeinsam mit dem Berufsverband Deutscher Gastroenterologen (BVGD) und anderen Organisationen vor einigen Wochen ein Schreiben an Bundeskanzlerin Merkel und Bundesgesundheitsminister Spahn geschickt. In diesem Schreiben hatten die Organisationen darauf aufmerksam gemacht, dass die deutliche Absenkung der Kostenerstattung für die Darmspiegelung einen erheblichen Rückschritt in der Darmkrebsvorsorge bedeuten würde. Diese Abstufung, die zwangsläufig zu einer Erhöhung der Untersuchungsfrequenz führen müsse, ginge eindeutig zulasten der Qualität. Dies sei nicht hinnehmbar. Da bisher von beiden Seiten keine Antwort erfolgt sei, haben die Verantwortlichen eine Erinnerungsschreiben an Kanzlerin Merkel und Minister Spahn geschickt. Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke: “Man sollte erwarten, dass die politisch Verantwortlichen eine Antwort auf eine für die Versicherten so wichtige Frage geben!”.

Die Corona-Pandemie – was sie für die Stiftung bedeutet!

“Seit einiger Zeit hält uns die Corona-Krise in Atem. Sie hat dazu geführt, dass fast alle wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und persönlichen Aktivitäten heruntergefahren wurden bzw. komplett entfallen sind. Der Darmkrebsmonat März 2020 ist buchstäblich ins Wasser gefallen. Es gibt derzeit Wichtigeres! Für uns alle bisher unvorstellbar waren die Anordnungen der Bundesregierung, die u. a. zu einer deutlichen sozialen Distanz nie gekannten Ausmaßes führen. Abstand halten, zu Hause bleiben sowie Handhygiene sind einige Gebote der Stunde. Mit so etwas hätte niemand gerechnet und ist für viele ein Schock. Nachbarländer wie Spanien, Frankreich und Italien sind indes derzeit noch viel heftiger betroffen als wir; in diesen Ländern werden jetzt z.T. strukturelle Versäumnisse der Vergangenheit in den nationalen Gesundheitssystemen erkennbar. Für die Stiftung LebensBlicke bedeutet die Pandemie u.a., dass unser lange angekündigtes und beworbenes Benefizkonzert mit den Weiterlesen